TOP 10





1) Glacier Nationalpark, Montana

Der Glacier Nationalpark im Norden von Montana ist völlig unterschätzt und nur wenig bekannt, bleibt daher aber von Touristenscharren verschont.

Es bieten sich unzählige Wanderungen an, die durch einen kostenlosen Shuttlebus vom Visitor Center in St. Mary erreichbar sind. Eine besondere Route ist der Highland Trail, der beim Logan Pass startet, die Bergkette Grand Wall entlangführt und gleichzeitig ein wunderschönes Panorama über die Schlucht des Nationalparks liefert. Die Distanz, die man zurücklegen kann, ist von den aktuellen Sperrzonen der Waldbrände abhängig; das Visitor Center informiert tagesaktuell.

Im Gebiet Many Glaciers ist der Grinell Glacier ein besonderes Highlight. Die 12 km lange Strecke zum Gletschersee führt durch dichtes Geäst an 3 Seen vorbei, bevor man einen steilen Aufstieg bewältigen muss. Am Ziel angekommen, kann man Zeuge eines unfassbaren Naturspektakels werden, wenn Eisschollen des einst großen Gletschers abbrechen und in den See sinken. Obwohl es sehr beeindruckend ist, hat es den bitteren Beigeschmack der Folgen des Klimawandels. Dieser führte auch dazu, dass von den ursprünglich 150 Gletschern nur noch 25 übrig sind.

Wer die Natur also noch in diesem Zustand erleben möchte, sollte sich beeilen.


2) Grand Canyon & Horseshoe Bend, Arizona

Der Grand Canyon macht seinem Namen alle Ehre, denn die durch den Colorado River geformte Schlucht erstreckt sich über 446 Kilometer. Die Weitläufigkeit des Areals wird einem erst durch die Vogelperspektive aus einem Helikopter bewusst und daher sollte man auf jeden Fall in einen Flug investieren.

Über das West Rim kann man Flüge von Las Vegas aus starten, bucht man aber direkt im South Rim, kann man einiges sparen und gleichzeitig die Touristenmassen aus Las Vegas umgehen. Schon einmal im South Rim angekommen, kann man das Territorium auch zu Fuß erkunden. Faszinierend ist die Aussicht von der Klippe in den Abgrund, die der Rim Trail ermöglicht oder der Blick vom Canyonboden auf die massiven Steinwände nach oben, den man auf dem Bright Angles Trail erhält.

2 Stunden nördlich befindet sich der Horseshoe Bend, ein weiteres Canyonhighlight. Die Hufeisenformation stellt eine perfektionierte Schlögener Schlinge dar und ein Bild davon, darf daher in keinem Fotoalbum fehlen.


3) Los Angeles, Kalifornien

Die Stadt der Engel trumpft mit Vierteln auf, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Downtown lässt sich sehr gut zu Fuß erkunden. Graffitikunst kann man auf jeder Häuserwand im Art District bewundern. Für Snacks der internationalen Cuisine, Getränke und Eiscreme eignet sich der Central Market. Wer einen Hauch Mexikos spüren möchte, findet die dazu passenden Essens- und Souvenirstände in der Olvera Street.

Ein krasses Kontrastprogramm zu Downtown bietet Disneyland, wo Kindheitsräume Wirklichkeit werden und man innerhalb eines Tages in unzählige Phantasiewelten von Micky Mouse bis Indianer Jones eintauchen kann. Der Eintritt ist nicht ganz billig, aber jeden Cent wert, denn Shows und Fahrgeschäfte setzen neue Maßstäbe.

Auf den Spuren von Georg Clooney und Co. kann man den Walk of Fame in Hollywood entlangflanieren und vor dem TCL Chinese Theater wortwörtlich in ihre Fußstapfen treten. Statt scharenweise Prominente trifft man aber leider nur Wanna-be Künstler. Die Originale wohnen in eingezäunten Gebieten von Beverly Hills und lassen sich in den luxuriösen Geschäften des Rodeo Drive nur mit viel Glück sichten.

Ein ganz anderes Flair findet man in Venice Beach, wo ein Kanalsystem Villen miteinander verbindet, Bars und Restaurants zum Schlemmen einladen und ein weißer Sandstrand das Gefühl Venedigs komplettiert.


4) Yellowstone Nationalpark, Wyoming

Dass der Yellowstone Nationalpark so überlaufen ist, ist kein Wunder, denn er besticht nicht nur durch 10 Meter hohe Geysire, sondern auch mit bunt gefärbten Schwefelbecken, Canyons, Hügellandschaften, Bisonherden auf weitläufigen Grassteppen und Flüssen und Bächen, die zum Fischen geeignet sind.

Im Norden des Nationalparks befinden sich die Mammoth Hot Springs, welche einer Mondlandschaft ähneln. Gleich in der Nähe erhebt sich der Bunsen Peak mit 394 Höhenmeter über das bewachsene Flachland und bietet nach einem anstrengenden 4-Meilen-Anstieg einen grandiosen 360° Rundumblick.

Im Süden trumpft das Grand Prismatic Basin mit seinem spektakulären Farbenspiel in Blau-, Rot- und Gelbtönen auf. Neben einer Begutachtung von nächster Nähe, ist vor allem der Aussichtspunkt nach ca. 1,5km des Fairyfall Wanderwegs empfehlenswert.

Der Straße Richtung Süden weiter folgend, erreicht man den Old Faithful Geysir, der alle 90 Minuten mit seiner 15 Meter hohen Wasser-Fontaine für eine Showeinlage sorgt. Diese sollte man auf keinen Fall verpassen.


5) Grand Teton, Wyoming

Der beste Start in den Tag im Grand Teton Nationalpark ist wohl, wenn man am Blacktail Ponds Overlook seine Campingstühle auspackt und seinen mitgebrachten Kaffee mit Blick auf die Teton Bergkette genießt. 

Voller Energie sollte man sich den Garnet Canyon nicht entgehen lassen, der nach einer Distanz von 7km und ca. 800 bis 900 Höhenmetern erreicht wird. Durch eine kurze Kletterpartie kann man noch weiter in den Canyon eindringen, wo ein kleiner Bach und ein Fleckchen Wiese zum Verweilen in idyllischer Atmosphäre einladen.


6) San Francisco, Kalifornien

San Francisco ist nicht nur Flowerpower, Hippies, Golden Gate Bridge und alte Straßenbahnen, sondern hat noch viel mehr zu bieten:

Downtown erkundet man am besten mit einer Free Walking Tour, die einen guten Überblick über die Geschichte verschafft und Geheimtipps liefert, wie zum Beispiel die sogenannten Popos. Dabei handelt es sich um privately owned, publicly operated Einrichtungen, die gesetzlich dazu verpflichtet sind, öffentlich zugängliche Flächen zu schaffen. Aus diesem Grund kann man San Francisco von teilweise versteckten Dachterrassen und Gartenanlagen aus unterschiedlichen Perspektiven sehen.

Wer die älteste Chinatown in den USA nicht verpassen möchte, sollte jene von San Francisco als fixen Programmpunkt einplanen. Dort werden Glückskekse noch manuell im Traditionsbetrieb hergestellt und bunte Häuser und Laternenketten säumen die Straßen.

Eines der beliebtesten Ziele ist die Gefängnisinsel Alcatraz, was man auch an den schnell ausgebuchten Touren von nur einem einzigen Anbieter merkt. Damit man nicht frühmorgens in der Early Bird Schlange anstehen und das Risiko leer auszugehen tragen muss, ist es ratsam so früh wie möglich (bis zu 3 Monate im Vorhinein) seinen Platz zu reservieren.

Zur Klischeeerfüllung und für ein Gefühl von Flower Power und Hippies lässt es sich zum Ausklang in der Haight Street mit seinen Vintageläden und Coffee Shops sehr gut entspannen.


7) Yosemite Nationalpark, Kalifornien

Bekannt ist der Yosemite Nationalpark für seine riesigen Mammutbäume, die Sequoias genannt werden und bis zu 91m hoch und 2800 Jahre alt werden können. Ihr Umfang ist so massiv, dass Tunnel geschnitzt wurden, die sogar mit einem Auto passierbar sind.

Während man diese Bäume in der Mariposa Grove Area bestaunen und beispielsweise bis zum Wawona Point wandern kann, sollten sich weniger Baumbegeisterte dem Yosemite Valley widmen, das eine Vielzahl an Wanderungen und teilweise überlaufenen Aussichtspunkten bietet.

Seine Kondition kann man bei der Wanderung über die Vernal Falls zu den Nevada Falls auf einer Strecke von 10 km, über 600 Stufen und mehr als 700 Höhenmetern unter Beweis stellen. Der Weg an sich ist wenig spektakulär und hauptsächlich anstrengend, aber der Blick von den Nevada Falls über das Tal entschädigt für den schweißtreibenden Aufstieg.

Wenn man sich weniger körperlich betätigen möchte, um die Wahrzeichen El Capitan und Half Dome in voller Pracht sehen zu können, sollte man die mit dem Auto erreichbaren Aussichtspunkte Washburn und Glacier Viewpoint definitiv ansteuern.


8) Las Vegas, Nevada

Las Vegas kann am besten als Disneyland für Erwachsene beschrieben werden. Selbst wenn man nicht zum Millionär wird, bietet es die Möglichkeit den Alltag hinter sich zu lassen und an einem Abend in einem der glamourösen Casinos Raum und Zeit zu vergessen und sein Glück an Spieltischen zu probieren. 

Egal, ob man sich nach Paris, New York oder Rom sehnt, Las Vegas beheimatet alle großartigen Städte dieser Welt. Nicht nur in den Casinos findet man exquisite Unterhaltung, sondern auch direkt auf „the Strip“ mit der Wassershow des Bellagio Hotels, den riesigen Schiffen des Treasure Islands Casinos und dem ausbrechenden Vulkan des Mirage Hotels. 


9) Pacific Coast Highway, Kalifornien

Der Küstenabschnitt zwischen San Francisco und Los Angeles ist prädestiniert für einen Roadtrip mit atemberaubendem Blick auf die Klippen und die endlosen Weiten des Pazifiks. Neben kleinen Spaziergängen und Stopps in Parkbuchten, bekommt man in Piedras Blancas auch Seeelefanten, die sich in Kolonien am Strand rekeln, zu sehen.

Obwohl die Distanz nicht sehr lange scheint, sollte man genügend Zeit einplanen, weil die kurvige Straße nur ein geringes Tempo zulässt. 


10) San Diego, Kalifornien

San Diego ist eine Stadt, die alles bietet:

Die traumhaften Strände, wie der Pacific und Ocean Beach, sind nicht nur etwas für Surffreunde, sondern laden auch zum Entspannen ein. Die Promenade fungiert als perfektes Laufareal oder kann mit dem Scooter oder auf Inlinern erkundet werden.

Wunderschöne Küstenabschnitte, wie im Torrey Pines Ressort, eignen sich hervorragend für einen romantischen Sonnenuntergang. Wem das nicht genügt, kann sich auch an den im Sand labenden Seehunden im „Children’s Pool – La Jolla“ erfreuen, welchen die Tiere nach und nach für sich erobert haben.

Für einen mexikanisch-kulinarischen Abend sollte man definitiv die Altstadt aufsuchen, die nicht nur mit Live Musik, sondern auch mit vielen Souvenirständen der lokalen Handwerkskunst auftrumpft. Zu beachten ist, dass die Geschäfte und Restaurants bereits um 22:00 schließen (auch an Wochenenden).