TOP 10





1) Bedwell Lakes, Campbell River auf Vancouver Island

Für die Übernachtung vor der Wanderung zu den Bedwell Lakes eignet sich der nahegelegene Ort Campbell River. Um zum Startpunkt des Wanderwegs zu gelangen, ist ein Geländewagen von Vorteil, denn die Schotterstraße wird an einigen Stellen sehr steil und kurvig.

Der Pfad schlängelt sich zuerst durch eine bewaldete Landschaft, führt dann über Brücken und schon bald startet ein etwas steilerer Anstieg, bei dem man rasch an Höhe gewinnt. Doch das Panorama am ersten Zielpunkt Baby Bedwell Lake ist jede Anstrengung wert. Der See bietet sich für ein kaltes, erfrischendes Bad an. Bärenboxen, Toiletten und eine Camping-Area ermöglichen auch eine Nacht im Zelt in freier Wildbahn. Nur wenige Höhenmeter trennen den Baby Bedwell Lake vom Big Bedwell Lake, der die typisch, kanadische Landschaft präsentiert – bestehend aus kristallklarem Wasser, schneebedeckten Bergkämmen, saftigen grünen Wiesen, Nadelwäldern und strahlendblauem Himmel.

Die gesamte Wanderung beträgt ca. 5h und erstreckt sich über ca. 20km. Am Rückweg bietet sich ein Stopp bei den nahegelegenen Myra-Falls an.


2) Valley of the Five Lakes, Jasper Nationalpark

Auf dem Weg von Jasper Richtung Banff liegt der Valley of the Five Lakes Trail, den man auf keinen Fall auslassen sollte. Nach einem kurzen Waldstück kann man links abbiegen und so eine große Runde von ca. 4,7 km um den ersten See starten. Alternativ biegt man rechts ab und kommt so zuerst zum fünften See, bevor man den zweiten, dritten und vierten See passiert. Danach treffen die beiden Routen wieder zusammen. 

Wir haben uns aus Zeitmangel für die kürzere Route von ca. 4,3 km ohne ersten See entschieden, die Highlights von drittem und viertem See kann man so aber trotzdem in vollen Zügen genießen. Es war traumhaft, aber Bilder sagen mehr als tausend Worte.


3) San Josef Bay, Cape Scott Provincial Park auf Vancouver Island

Bevor man seinen Trip zum San Josef Bay beginnt, sollte man sich zu allererst den Gezeitenplan des Strandes besorgen, da dieser bei Flut unzugänglich ist. Eine weitere Herausforderung ist es, überhaupt erst in die Nähe des Strandes zu gelangen, weil man eine ca. 3-stündige Fahrt (Durchschnittsgeschwindigkeit 15 km/h) auf einer Schotterstraße zurücklegen muss. Wenn man es geschafft hat, erwartet einen nach einem kurzen Waldspaziergang erst ein langer Sandstrand bevor man dann die für diesen Ort bekannten Gegebenheiten erblickt: 

Bei Ebbe erwartet einen ein zwischen bewachsenen Felsen gelegener Strand, der Zugang zu den umliegenden Strandabschnitten bietet. 

Bei Flut ragen die Felsen wie kleine Inseln aus dem Wasser. 

Über weitere Wege und Kletterpfade kann man die Umgebung noch genauer erkunden.


4) Lake Luise, Banff National Park

Lake Louise ist wunderschön gelegen und darum verständlicherweise eine Touristen Hotspot; was man leider bei der Parkplatzsuche spürt und auch zu überfüllten Shuttlebussen führt, wenn man nicht früh genug dran ist. Das Aktivitätenangebot reicht von Bootstouren über Kanufahrten bis zu Ausritten und natürlich Wanderungen. 

Empfehlen können wir die ca. 13km lange Plain of six Glaciers Wanderung zu einem urigen Teehaus in Gletschernähe. Der Weg verläuft erst am See entlang, bis man einen leichten Anstieg durch ein Waldgebiet zu bewältigen hat. Dem folgt die Endetappe über steinigen Untergrund. Nach insgesamt 460 Höhenmeter wird man mit einer atemberaubenden Aussicht und kleinen Snacks im Teehaus belohnt.


5) Bootstour zu der Hot Springs Cove, Maquinna Provincial Park auf Vancouver Island

Die Hot Springs Cove befindet sich zwar auf Vancouver Island, ist aber nur mit dem Boot, am besten aus Tofino, zu erreichen. Nimmt man bereits das erste Boot um 7:00 morgens, kann man während der 1,5 stündigen Fahrt einen wunderschönen Sonnenaufgang vom Meer aus bewundern und hat gute Chancen diverse Tiere, wie Grauwale, Seeotter, delphinähnliche Fische und Vögel, zu entdecken. Ein weiterer Vorteil ist, dass man die heißen Quellen nahezu für sich alleine hat, da die großen Menschenmassen erst später eintrudeln. Von der Bootsanlegestelle wandert man eine halbe Stunde über einen Holzsteg, der durch einen Urwald führt, zu den heißen Quellen.

Dort angekommen, gibt es leider keine Möglichkeit, wertvolle Sachen einzuschließen, weswegen man diese lieber nicht mitbringen sollte. Weil es sich bei der Hot Springs Cove um keine kommerzielle Poolanlage handelt, muss man sich anfangs über Felsen zu den heißen Quellen vorkämpfen und sich selbst ein geeignetes natürliches Wasserbecken suchen.

Kleiner Tipp: Je näher man dem Meer kommt, desto kühler wird das Wasser; allerdings steigt auch die Algenbesiedlung der Becken.


6) Stanley Glacier, Banff Nationalpark

Im Castle Junction Gebiet des Banff Nationalparks liegt der Stanley Glacier, auf 2100 Metern, von denen man 365 Höhenmeter auf 4,2 km one-way selbst überwinden muss.

Moderat startend, wird der Pfad langsam steiler und ist von abgebrannten aber mit Wildblumen neu bewachsenen Wäldern umgeben. Je höher man steigt, desto größer wird das alpine Gefühl, in Mitten von Geröll und mit grandiosem Ausblick auf schneebedeckte Bergkuppen. Das Ende des offiziellen Wanderweges ist nur durch ein kleines, gelbes Schild gekennzeichnet. 

Auf einem nicht gewarteten Weg kann man jedoch durch 5 Extrakilometer bis zu den Eisfeldern vordringen.


7) Athabasca Wasserfälle, Jasper Nationalpark

Wasserfälle gibt es in Kanada in Fülle, aber nur wenige sind so imposant wie der Athabasca Wasserfall. Dieser befindet sich in der Nähe des Valley of the Five Lakes und lässt sich daher gut mit dem Trail kombinieren.

Durch die Trockenheit sind die meisten Wasserfälle zu kleinen Rinnsalen verkommen, nicht aber dieser, welcher mit Wassermassen auftrumpfen kann. 

Das Zusammenspiel zwischen grünen und roten Wäldern, blauem Himmel, weißem Wasserschaum und den Bergen im Hintergrund macht den Anblick unvergesslich.


8) Little Huson Bay Caves auf Vancouver Island

Auf der Strecke zwischen Canpbell River und Port Hardy befinden sich die Little Huson Bay Caves. 

Vom Parkplatz aus macht man einen kurzen Waldspaziergang und erreicht dann die beeindruckende Höhle, durch dessen inneres ein Fluss fliest, der außergewöhnliche Auskerbungen und Steinformationen hervorgerufen hat. 

Das Wasser ist so klar, dass einen selbst die Verbotsschilder nicht vom Baden abhalten können (Achtung, das ist keine offizielle Empfehlung).


9) Icefields Parkway Glacier, Jasper bzw. Banff Nationalpark

Unser ursprünglicher Plan war es, den Glaciers Skywalk über die Icefield Parkway Area zu machen, der durch die gläserne Aussichtsplattform einen Blick von oben auf das Gebiet ermöglicht. Von der Nähe betrachtet, wirkte die Plattform allerdings mickrig und dem Preis von 31 CAD nicht angemessen. 

Unser Tipp: Ein Stück weiter kann man von einem Parkplatz direkt an die Gletscherzunge gelangen. Der kleine Spaziergang an sich durch Geröll und über einen kleinen Bach lohnt sich jedenfalls und ist kostenlos 😉.


10) Miette Hotsprings, Jasper Nationalpark

Hot, Hotter, Hotsprings – Was könnte  nach einer anstrengenden Wanderung wohltuender sein, als ein Bad im warmen Wasser und unter freiem Himmel?

Nachdem wir einige kommerzielle Quellen besuchten, haben wir die Miette Hotsprings zum Testsieger ernannt. Sie trumpfen durch die Anzahl ihrer Becken mit unterschiedlichen Wassertemperaturen und dem einzigartigem Ambiente inmitten von Bergen auf. 

Auch die gute Lage am Ostende des Jasper Nationalparks und die langen Öffnungszeiten (bis 22:00) sind große Pluspunkte.