Kanada

08.08.2018 – 03.09.2018

What happened?

Am 08.08.2018 überquerten zwei Glampers (Glamourous Campers), aus Deutschland und Österreich, Kontinente mit dem Ziel das CtPP in Vancouver zu beginnen….

In Kanada angekommen, trafen wir voller Freude auf die Unicorn – Crew aus Bergen, welche auch den weiten Weg aus Finnland und Norwegen auf sich genommen hat. Leider haben wir bei der Planung unseren wichtigsten Mitreisenden, Jonny, vergessen und mussten uns demnach gleich wieder voneinander trennen und einen riesen Umweg in Kauf nehmen, um ihn in Seattle abzuholen. Als wir in Seattle eintrafen, sahen wir ihn sofort. Mit gemischten Gefühlen blickten wir ihn an. Er war riesig und trotzdem schön, was uns zugleich in Angst und Freude versetzte. Welches dieser Gefühle überwiegte, ist uns bis heute nicht ganz klar, aber wir wussten bereits in diesem Augenblick, dass wir eine schöne Zeit zusammen verbringen werden…. Mehr zu Jonny findet ihr in der Rubrik Unsere Erfahrungen.

Nachdem wir Jonny erfolgreich eingesammelt hatten, stand uns nichts mehr im Wege (außer einer Grenzüberquerung und unserem mangelhaften Zeitmanagement) um nach Pemberton zu gelangen, wo am nächsten Tag die Hochzeit von Eva und Robby stattfand. Die Wedding-Preparty haben wir leider verpasst, doch für das große Event waren wir startklar und konnten deshalb die wunderschöne Feier in der beeindruckenden Location in vollen Zügen genießen. Kleine Anmerkung:  Während den Feierlichkeiten haben wir übrigens ein neues Business als professionelle Englisch-Deutsch-Übersetzerinnen und Kabarettistinnen aufgebaut. Wir sind jederzeit unter Voranmeldung buchbar (siehe Kontaktseite).

Nach der großen Sause haben wir noch einen Tag im Whistler Gebiet verbracht und sind dann zu sechst mit Annika, Irena, Erik und Joanna nach Vancouver Island aufgebrochen. Unsere erste Station war Tofino, von wo wir eine Bootstour zur versteckten Hot Springs Cove machten.  Auch die Strände in Uclulet haben wir in dieser Konstellation „genossen“ – soweit das mit Bärenangst möglich war.

Schweren Herzens trennten wir uns nach dem letzten gemeinsamen Abendmahl von Irena und Erik. Die Jonny-Crew (jetzt nur noch bestehend aus uns natürlich, Annika und Joanna) hat sich gemäß Annikas strikter Planung auf den Weg Richtung Norden gemacht, während die Little Lovebirds ihre Heimreise antraten.

Nachdem wir so viel Zeit in Jonny verbracht haben, stand nun von Campbell River aus, die erste richtige Wanderung zu den Bedwell Lakes an – ein Highlight, zudem ihr in den Top 10 mehr erfahren könnt.

Doch das war noch nicht nördlich genug, denn Port Hardy rief uns – komischerweise nur uns, denn Port Hardy war bis auf ein paar Alkoholiker leergefegt. Nach ein paar Turnübungen in der Metropolregion waren wir fit für unser nächstes Highlight – die Wanderung zum San Josef Bay, für die wir den Ebbe-/Flutkalender genauestens studieren mussten. 

Um die Fahrzeit auf ein realistisches Maß zu begrenzen, legten wir einen kurzen Zwischenstopp in Parksville ein und führten von dort unsere Reise in die britische Stadt Victoria fort, wo sogar bis heute noch Wiener Fiaker fahren („Träum ich, oder was ist da los?“ fragte Tanja mit einer Mannerschnitte im Mund).

Schön war‘s, aber schnell ging’s vorbei: Auch das letzte Unicorn Annika flog Ende August nach Hause. Da wir diesen leeren Platz am Esstisch nur schwer verkraften konnten, haben wir kurzerhand einen Passagierwechsel vorgenommen: Tanjas Schwester Nicki kam nach Vancouver – Yipeehh!

Gleich am nächsten Tag machten wir die Stadt unsicher, bevor wir die lange Reise in die Wildnis antraten. Unsere nächste Etappe ging in den Jasper Nationalpark, wo Bären, Pumas und anderes Ungetier ihr Unwesen treiben. -Wir möchten euch allerdings an dieser Stelle, um Albträumen vorzubeugen, weitere Details ersparen.

Auch der starke Regen konnte unsere Stimmung nicht trüben, denn Super-Woman Nicki mit rotem Regencape war immer mit von der Partie. Gerade als wir uns an den mystischen Anblick der Seenlandschaften und Berge gewöhnten, lies sich die Sonne doch noch blicken und versetze uns in Staunen, denn die kanadischen Werbebilder entpuppten sich als real.

Getreu dem Motto: „Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser“, mussten wir den Realitätscheck auch im Banff Nationalpark vollziehen.  So haben wir Berge erklommen, sind durch Täler gewandert, haben Seen umrundet, Wasserfälle bestaunt und uns zu Gletschern vorgearbeitet.

2 Wochen später und wieder 2 Mitreisende weniger… – Joanna und Nicki haben ab Calgary ihren Heimweg angetreten…

Wenn das so weiter geht, dann…  (Achtung: Das ist ein versteckter Aufruf an Interessierte, die uns bis 15.10. begleiten wollen).

Kopf hoch, weiter geht’s – und zwar nach Cochrane, dem vermeintlichen Cowboy-Paradies.  Nach Rodeo und traditionellem Tanzabend stand uns der Sinn nach einem krassen Kontrastprogramm, welches wir nach hervorragender Recherche in Calgary entdeckten. Und so beendeten wir unseren erlebnisreichen Kanadaaufenthalt mit der bunten Pride Parade zwischen feierlustigen Individualisten

Reiseroute in Kanada, 3574 km und ↗41468m ↘40462m

Alles begann in Vancouver, und dann folgten…

  1. Seattle
  2. Pemberton
  3. Whistler
  4. Tofino
  5. Uclulet
  6. Campbell River
  7. Port Hardy
  8. San Josef Bay
  9. Parkville
  10. Victoria
  11. Vancouver
  12. Kamloops
  13. Jasper Nationalpark
  14. Banff Nationalpark
  15. Cochrane

…bis wir in Calgary landeten

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