TOP 10





1) Volcan de Acatenango, Guatemala

3.976m hoch, davon ca. 2000 Höhenmeter selbst zu erklimmen, und mit 3 unterschiedlichen Vegetationszonen ist er der höchste Vulkan Guatemalas und nur etwas für Hartgesonnene. Bereits die ersten 15 Minuten des Weges bringen einen mächtig ins Schwitzen und durch den extrem steilen Anstieg, auch wenn die Distanz gering ist, stößt man auf dieser Höhe schnell an seine Grenzen. Man startet früh morgens mit einem Shuttle aus Antigua, wird am Fuße des Vulkans mit passender Winterkleidung und einem Lunchpaket ausgestattet und wandert dann einige Stunden, aber mit genügend Verschnaufpausen, bis zum Basiscamp auf 3.600 Metern. Der Blick auf den noch aktiven Nachbarvulkan El Fuego, dessen Ausbrüche besonders in der Nacht eine spektakuläre Show liefern, entschädigt aber für jede Mühe. Lagerfeuer und ein gemeinsames Abendessen runden den Tag ab und entspannen den müden Körper. 

Nach einer kalten Nacht im Zelt geht es um 4.00 Uhr Früh weiter Richtung Krater, um den Sonnenaufgang vom Gipfel aus zu bestaunen. Leider ist es bei -5°C so kalt, dass man den Anblick nicht lange genießen kann und sich umso mehr auf die ersten Sonnenstrahlen freut. Ein kleines Frühstück empfängt die Wanderer im Basiscamp, bevor der anstrengende Abstieg die Muskeln nochmal auf die Probe stellt.

Fazit: Der Körper kann mehr, als man denkt, so lange man es nur will und das Gefühl sein Ziel erreicht zu haben, ist unglaublich.


2) Semuc Champey, Guatemala

Inmitten des guatemaltekischen Dschungels in der Nähe von Lanquín liegen die Naturschwimmbecken von Semuc Champey.

Mit einer Tagestour bekommt man die Möglichkeit, nicht nur die kaskadenähnlichen Pools zu erkunden, sondern auch an einer Höhlentour a la Indiana Jones teilzunehmen. Mit Kerzen ausgerüstet, hangelt man sich entlang eines Seiles immer weiter in die Höhle hinein und muss teilweise auch tiefere Wasserstellen durchschwimmen. Für die absoluten Abenteurer hält die Höhle noch ein paar zusätzliche Extras bereit; wie einen Sprung von einer Klippe oder das Rutschen durch einen Felsspalt mit einem Wasserfall in das schwarze Nichts. Wem das noch nicht reicht, kann sich, nachdem man wieder unversehrt ins Freie gelangt ist, von einer Schaukel in den nahegelegenen Fluss stürzen.

Die weniger Risikofreudigen kommen bei einer Wanderung zu einem Aussichtspunkt und dem danach stattfindenden Entspannungsbad aber auch auf ihre Kosten.


3) Santa Cruz La Laguna nach San Marcos La Laguna, Guatemala

Die Kombination aus Bergen und See erkundet man am besten mit einer Küstenwanderung von Santa Cruz La Laguna nach San Marcos La Laguna. Die 5km lange Wanderung liefert malerische Blicke auf den Lago de Atitlán, führt auf und ab durch Wälder und Klippenabschnitte und streift einige, kleine Dörfer auf ihrem Weg.

Eine Pause bietet sich im Hotel Casa del Mundo in Jaibalito, bis wohin es auch ungefährlich zu spazieren ist. Aufgrund berichteter Überfälle – auch am Tag- wird ab dort empfohlen, sich einen Guide bzw. lokalen Begleiter zu organisieren. 

In San Marcos La Laguna angekommen, sollte man sich auf jeden Fall ein Eis von der Eisdiele Dolce Gelato gönnen, bevor man die Rückreise per Boot nach Santa Cruz La Laguna antritt.


4) Kochkurs in San Pedro La Laguna, Guatemala

Um einmal einen authentischen, etwas anderen Einblick in die lokale Kultur und Küche zu bekommen, eignet sich nichts besser als ein Kochkurs.

Im Falle vom sehr empfehlenswerten Anbieter Mayan Kitchen, trifft man sich vorab, um die Rezeptauswahl zu treffen und gemeinsam die benötigten, frischen Zutaten am Stadtmarkt auszusuchen. Vollbepackt geht es dann an den heimischen Herd der Küchenfee Anita, an dem man die Köstlichkeiten mit Blick auf den Atitlán See zubereitet. Anita steht bei jedem Schritt mit Rat und Tat zur Seite, verteilt alle Aufgaben gerecht auf die Teilnehmer und sorgt durch eine Rotation dafür, dass jeder alle Zubereitungspunkte einmal ausprobieren kann.

Das Mahl besteht aus Vor-, Haupt- und Nachspeise, wobei Guacamole und Tortillas natürlich Pflichtprogramm sind, und wird am Ende gemeinsam verkostet.


5) Volcan de Santa Ana, El Salvador

Ausgehend vom Nationalpark Cerro Verde besteigt man entweder den Vulkan de Izalco oder den Vulkan Santa Ana, den wir ausgewählt haben und empfehlen können.

Der insgesamt 4-stundenlange Marsch wird von einem Tourführer und einem Polizisten als Sicherheitsvorkehrung begleitet, die täglich auf 100- 200 weitere Abenteuerlustige aufpassen. Nach Bezahlung der ersten Gebühr startet die Tour pünktlich um 11 Uhr paradoxerweise mit einem Abstieg. Nach einer kurzen Zeit fällt ein weiterer Eintritt an und man beginnt nun mit dem eigentlichen Aufstieg. Von einer Aussichtswarte blickt man auf den Lago de Coatepeque und folgt dann im Gänsemarsch dem Guide durch Wald und an Kakteen vorbei bis man den anvisierten Kratersee erreicht. Dieser beeindruckt durch seine türkise Farbe und seine mystischen Nebelschwaden.

Der Vulkan ist zwar sehr schön, aber man muss sich darauf einstellen mit 100 anderen Schaulustigen den Pfad zu teilen.


6) Siete Altares in Livingston, Guatemala

Am besten erreicht man die Siete Altares indem man mit einem Tuktuk von Livingston aus zu einer Hängebrücke ein bisschen außerhalb der Stadt fährt. Von dieser sind es dann nur noch 45 Minuten Fußweg an einem teilweise vermüllten Sandstrand entlang, um zu den natürlichen sieben Becken zu gelangen.

Diese sind ähnlich zu jenen in Semuc Champey, allerdings liegen sie mehr im Wald verborgen und sind weniger überlaufen. Nach einem 15-minütigem Gang entlang und durch die Altare erreicht man den letzten Pool, in dem man sich von einem kleinen Wasserfall massieren lassen und an den Beckenrändern verweilen kann.


7) Bootsfahrt auf dem Río Dulce, Guatemala

Der Río Dulce verbindet die abgelegene Ortschaft Livingston und die gleichnamige Stadt Río Dulce. Die Reise zwischen den Orten kann man mit einer Mangrovenwald- und Dschungelbesichtigung verbinden, indem man den Fluss per Boot entlangschippert.

Nicht nur die Bewaldung am Rande des Flusses imponiert, sondern auch die blühenden Seerosen in ruhigerem Gewässer. Zudem gibt es heiße, natürliche Quellen zu erproben, einen Canyon zu bestaunen und diverse Vogelarten zu observieren. 

Selbst das Souvenirshoppen ist möglich, da einheimische Kinder mit ihren Kanus am touristischen Boot anlegen und ihre selbstgemachten Schmuckstücke anpreisen.


8) Antigua, Guatemala

Obwohl nur wenige Kilometer voneinander entfernt, sind Guatemala Stadt und Antigua wie Tag und Nacht, denn in der charmanten Stadt liegen Armut und Kriminalität weit entfernt. Ein historisches Gebäude nach dem anderen ziert die Straßen und übermittelt ein kolonialzeitliches Bild. Im Kontrast dazu stehen unzählige Fastfoodketten und moderne Restaurants, sowie komfortable Unterkünfte und westliche Standards, die keine Wünsche offenlassen.

Antigua ist nicht nur als Ausgangspunk für Vulkanwanderungen beliebt, sondern auch durch seine zahlreichen Sprachschulen.


9) San Pedro La Laguna, Guatemala

Am wunderschönen Lago de Atitlán gelegen, verzaubert der wohl bekannteste Ort San Pedro La Laguna mit Cafés am Ufer, traditionellem Markt und Essensständen und farbenfrohen Häuschen und Geschäften.

Um in die verschiedenen Ortsteile zu gelangen, muss man steile Hügel überwinden und ermüdet damit seine Muskeln. Abhilfe schaffen aber eine Ganzkörpermassage und die Solar Pools, in die auf Bestellung heißes Wasser eingelassen wird. 


10) Ruta de las Flores, El Salvador

Die Ruta de las Flores verbindet einige Bilderbuchdörfer mit bunten Bauten aus der Kolonialzeit und Straßen mit Kopfsteinpflaster. Besonders am Wochenende bereitet die Stadt Juayúa ein einzigartiges Erlebnis durch die Fería Gastronómica, eine beliebte Lebensmittelmesse. Essenstände, Musik und Kunsthandwerke bereichern einen geselligen Nachmittag und die zentral liegende Kirche zeigt sich durch eine schwarze Jesusfigur außergewöhnlich.

Weiter nördlich auf der Blumenstraße liegt das Dorf Apaneca auf 1450 Metern inmitten der Kaffeeplantagen und bietet sich für ein Erfrischungsgetränk an.

Etwas belebter und touristischer ist die Kleinstadt Ataco, die mit fröhlicher Atmosphäre und vielen von Geschäften gesäumten Gassen aufwarten kann.

Die Route führt durch weitere ebenso schöne Dörfer, um aber näher in die Kultur eintauchen zu können und die Tage nicht durch unnötiges Fahren zu verkürzen, ist es ratsam zumindest eine Nacht in der Umgebung zu verbringen.